September 16 2020

Horrorstör von Grady Hendrix

Titel: Horrorstör Autor: Grady Hendrix Seitenzahl: 276, Erscheinnungsdatum: 01.09.2015, ISBN: 978-3-426-51722-2, Originaltitel: Horrorstör,

Seltsames geht vor im ORSK-Einrichtungshaus in Cleveland, Ohio.
 Wenn die Angestellten morgens eintreffen, finden sie zerstörte
 KJËRING-Bücherregale, zerschmetterte GLANS-Trinkgläser und 
zertrümmerte LIRIPIP-Schränke. 
Die Verkaufszahlen sind im freien Fall, auf den Überwachungskameras 
ist nichts zu sehen, und die Filialleitung ist ratlos. 
Schließlich erklären sich drei Mitarbeiter bereit, eine Schicht vom
 Einbruch der Dunkelheit bis zum Morgengrauen einzulegen, 
um die geheimnisvollen Vorfälle aufzuklären.
In finsterer Nacht patrouillieren sie durch die Möbelausstellung, 
gehen unheimlichem Sichtungen und Geräuschen nach 
und treffen dabei auf Schrecken, 
die jenseits aller Vorstellungskraft liegen.

Meinung

Der Klappentext verspricht schon mal soliden Horror. Drei Leute, die eine Nacht in einem spukenden Haus verbringen – da wird das Rad nicht unbedingt neu erfunden, das stört mich jetzt aber nicht unbedingt. Und einen Horror in einem Möbelhaus hatte ich jetzt auch noch nicht unbedingt gelesen.

Das Buch hat ein etwas ungewöhnliches, eher quadratisches Format, das sehr an einen Möbelkatalog erinnert. Diese Design-Idee ist auch im Inneren konsequent weitergeführt. Man findet Bestellformulare, den Wahlspruch von ORSK und einen Plan der Möbelausstellung. Jedes Kapitel wird mit einer Zeichnung eines aufgebauten Möbelstückes begonnen. Diese Zeichnung werden im Lauf des Buches immer … spezieller.

Die Charaktere erschienen mir recht klischeehaft und ich hatte konnte keine besondere Verbindung zu ihnen aufbauen. Für ein Horror-Buch mag das nicht unbedingt ein Nachteil sein…

Vom Schreibstil her lies sich das Buch flüssig lesen und da es nicht besonders dick ist (es sind auch etliche Bilder drin), war ich schnell durch. Obwohl „Horrorstör“ als Horror-Parodie gedacht ist, blieb die Geschichte durchgehend spannend.

Mir persönlich fehlte ein wenig der Horror. Horrorstör ist nicht unbedingt ein Buch, das mich nachts wach oder von gewissen (schwedischen) Möbelhäusern fernhalten wird. Vielleicht liegt der fehlende Horror auch am teils doch eher witzigen Schreibstil, der die Atmosphäre deutlich aufgelockert hat.

„Die Schränke sind die ödeste Abteilung in der ganzen Möbelausstellung“, erklärte Amy. „Eine Tüte Weingummi könnte die Verantwortung für die Schrankabteilung übernehmen. […]“

S. 45

Fazit

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn es nicht unbedingt das war, was ich erwartet hatte. Die Aufmachung als Möbelkatalog und auch die zunehmend gruseligeren Möbelillustrationen haben mir ebenfalls gut gefallen.

Laut filmstarts.de soll Horrorstör verfilmt werden und ins Kino kommen. Das Drehbuch schreibt Grady Hendrix selbst. Einen Termin gibt es aktuell noch nicht.

Tolle Idee, tolle Aufmachung – bitte etwas mehr Horror! 3/5



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Veröffentlicht16. September 2020 von Metmaedl in Kategorie "Horror", "Rezension", "Thriller

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