Juni 8 2020

Hexenwerk von Tanja Hanika

Titel: Hexenwerk Autor: Tanja Hanika Seitenzahl: 231  ISBN: 978-1688524514, Erscheinnungsdatum: 29.08.2019

Inhalt

Endlich sind Sommerferien.

Aber die besten Freunde Simon und Linus bringen sich selbst
um den Ferienspaß, indem sie die alten, unheimlichen Frauen
verärgern, die für sie wenige Sommer zuvor noch die
vermeintlich bösen Kinderfresserinnen waren.
Einst ein kindischer Gruselspaß, wird die Bedrohung nun real: Die
Alten sind tatsächlich Hexen. Aus Kinderfleisch ziehen sie
Lebensenergie, um ewig zu leben und ihr böses Werk zu tun.

Um nicht wie die anderen gestohlenen Kinder aus Schwarzbach zu
enden, setzen Simon, Linus und ihre Freunde alles daran,
die Hexen zu vernichten.
Teufelsbuhlschaft, Eiterernte und Hexenkräuterkunde machen die
alten Frauen zu mächtigen Gegnerinnen.

Warnung: Bedingt durch die Hexenthematik
kommen in diesem Roman Kinder zu Schaden: Es findet Gewalt
von Kindern und gegen Kinder statt.

Meinung

„Hexenwerk“ war mein erstes Buch von der Autorin, hat mich aber direkt begeistert. Aufgefallen ist es mir aufgrund eines Artikels der lieben Jill von Letterheart

Cover und Gestaltung

Die Covergestaltung hat mich direkt angesprochen. Auf dem Werbebild im Netz steht das Buch auch noch in einem dunklen Wald und leuchtet. Im Inneren sitzt zu Beginn eines jeden Kapitels ein kleiner Dämon (oder Teufel?) links oben auf dem Text und die Abschnitte werden durch Pentagramme getrennt.

Der Inhalt

Zu Beginn des Buches ist man eigentlich schon direkt in der Story, da die Jungs sich noch während der ersten 10 Seiten mit den Hexen anlegen. Und die Spannung wird wird durchgängig aufrecht erhalten. Auch durch die recht kurzen Kapitel habe ich das Buch recht schnell gelesen. Gegen Ende überschlagen sich dann die Ereignisse und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen, bis ich gegen zwei Uhr nachts endlich wusste, wie es ausgeht.

„[…] Wir hätten bestimmt mehr Spaß in unseren Ferien, wenn uns dieses Problem nicht dazwischen gekommen wäre. Haben Sie also ein wenig Mut und Fantasie, um etwas zu glauben, was ganz und gar unmöglich erscheint?“

S.61

Aufgrund des Settings (Teenager, Sommerferien) habe ich mich sofort an „Es“ erinnert gefühlt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Nicht nur ein paar der Jungen, auch die Hexen selbst kommen zu Wort. Gerade die Rückblenden, die von Hexenverfolgung und wie die Hexen überhaupt zu Hexen wurden erzählen, gefielen mir besonders gut. 

Die Atmosphäre wechselt je nach Perspektive und Tageszeit. Zunächst planen die Jungen noch abenteuerlustig  den nächsten Schritt und suchen ihre Hexenabwehr zusammen, dann wird es Nacht und die Hexen kommen in ihre Zimmer.

Seine Mutter glaubte ihm nicht und am Ende seines Bettes stand diese grässliche alte Frau, die nach Hölle und Verwesung stank, und streckte ihre knochigen Finger nach ihnen beiden aus.

S. 104

So schlimm wie bei „Es“ habe ich mich nicht gefürchtet (das habe ich allerdings auch als Teenager zum ersten Mal gelesen), aber gerade bei den nächtlichen Szenen lief mir schon ein Schauer über den Rücken und ich habe die Ecken im Schlafzimmer noch einmal gründlich inspiziert, ob da nicht doch jemand im Schatten lauert.

Fazit

In ihrer Widmung schreibt Tanja Hanika, sie hofft, die Hexen ziehen mich in ihren  Bann. Das haben sie auf jeden Fall! Die Geschichte war an jeder Stelle spannend und ich werde definitiv noch weitere Bücher der Autorin lesen. Erst im Mai ist ihr neuer Roman „Roadkill – ein Weg wird dein letzter sein“ erschienen. 



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Veröffentlicht8. Juni 2020 von Metmaedl in Kategorie "Horror", "Rezension

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